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Neuwahlen der Erdinger Eishockeyabteilung könnten zur Formsachen werden
04.03.2010 - 20:46  |  TSV Erding - Allgemein

Neuwahlen der Erdinger Eishockeyabteilung könnten zur Formsachen werden

"Opposition" gibt Pläne für Kandidatur nun endgültig auf
 

Nur Formsache scheinen die Neuwahlen in der Eishockey-Abteilung des TSV Erding zu werden. Gerüchte über eine mögliche „Opposition“, die sich zur Wahl stellen will, sind nun aus der Welt geschafft.

„Wir hatten vor, zu kandidieren“, gibt der 54-jährige Erdinger Hans Gabler unumwunden zu, „aber die Lage hat sich geändert, so dass wir nicht antreten werden“. Nach den Wahlen 2008 hatte die frisch gewählte Vorstandschaft um Dieter Bartke, Patrick Kreßler und Ralf Kürten erklärt, dass dies aufgrund beruflicher Überlastung die letzte Amtszeit sei. „Wir haben dann nichts Gegenteiliges mehr gehört“, sagt Gabler. „Und daraufhin haben sich ein paar Leute zusammengetan, deren Kinder und Enkel im TSV-Nachwuchs spielen, nicht dass die Abteilung den Bach runter geht.“ Die Führungsmannschaft sei gestanden, ebenso ein komplettes, durchgängiges Konzept. Doch beim letzten Heimspiel der Punktrunde, habe die amtierende Abteilungsführung plötzlich erklärt, dass sie nun doch wieder antreten werde. Man wolle das Vermächtnis des verstorbenen Abteilungsleiters Dieter Bartke fortsetzen, hatte Vize Kreßler erklärt (wir berichteten).

Mit Interesse habe er den Artikel im Erdinger Anzeiger gelesen, berichtet Gabler, denn da habe die Abteilungsleitung einige Punkte angesprochen, die auch ihm und seiner Mannschaft am Herzen liegen: Dabei besonders, dass die Führungs-Crew um den designierten Abteilungsleiter Kürten „professioneller“ arbeiten wolle und der komplette Nachwuchsbereich reformiert wird. Gerade im Nachwuchs sei in den letzten Jahren ein Abwärtstrend erkennbar gewesen.

„Nach diesen Aussagen und Versprechen haben wir uns nach reiflicher Überlegung entschlossen, nicht anzutreten“, sagt Gabler. Eine Sache habe ihn jedoch massiv geärgert, erzählt der 54-Jährige. Im Internet seien Dinge über ihn und seine Mannschaft verbreitet worden, die hinten und vorne nicht stimmten. „Da ist uns unter anderem unterstellt worden, wir hätten ausschließlich Interesse am Nachwuchs und würden mit den Gladiators den Abstieg in die Landesliga anstreben“, sagt Gabler. „Das ist kompletter Blödsinn.“ Eine starke Erste Mannschaft sei das Aushängeschild eines jeden Vereins und man brauche sie als Perspektive für den Nachwuchs. Zudem würde über die Kiosk-Einnahmen bei Spielen der Gladiators ein Großteil des Etats finanziert, erklärt der 54-Jährige: „Da muss man eher die Oberliga anstreben, um das Niveau noch weiter anzuheben.“

 
 
Verfasser: Wolfgang Krzizok
Veröffentlicht von Matthias Baumann
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