Eine Rechnung haben die Gladiators noch mit den Miesbachern offen, musste man sich im Hinspiel knapp dem Tabellenzweiten aus dem Oberland geschlagen geben Die Punktrunde in der Bayernliga nähert sich dem Ende. Jetzt beginnt fast bei allen Clubs das große Rechnen, wie viele Punkte noch zum Einzug in die Meisterrunde benötigt werden. 51 haben in den vergangenen Jahren gereicht – Erding steht derzeit bei 48.
Die entscheidenden drei Zähler schon an diesem Wochenende einzufahren dürfte sehr schwierig werden, denn heute Abend (20 Uhr) gastieren die Sternkopf-Schützlinge beim heimstarken ERV Schweinfurt, am Sonntag (18 Uhr) kommt der Tabellenzweite TEV Miesbach in die Erdinger Eissporthalle. Mit Arithmetik will sich Rudi Sternkopf aber nicht beschäftigen. „Wenn Offizielle rechnen, dann passt das schon, aber Spieler sollten nicht anfangen zu rechnen“, sagt der TSV-Trainer. „Sie müssen sich einfach auf ihr Spiel konzentrieren und versuchen, ihr Niveau zu halten.“ Der amtierende Bayerische Meister Schweinfurt ist „heuer nicht so beständig wie vergangenes Jahr“, weiß Sternkopf. Dennoch hat er höchsten Respekt und rechnet mit einem stürmischen ERV, „denn die brauchen dringend Punkte“ – sie stehen nämlich bei 45 Zählern. Daheim haben die Mighty Dogs heuer erst dreimal verloren – gegen Bayreuth (2:3), Peißenberg (5:7) und Dorfen (6:8). Der Schweinfurter Kader ist soweit komplett, pünktlich zum Spiel gegen die Gladiators ist die Sperre von Josef Eckmair abgelaufen, außerdem will Dan Heilmann nach längerer Verletzungspause sein Comeback geben. Sternkopf ist dagegen nicht frei von Sorgen. Michael Schneidawind ist krank und Torhüterin Viona Harrer laboriert an einer Verletzung aus dem Memmingen-Spiel. „Sie hat gegen Buchloe schon die Zähne zusammengebissen“, erklärt Erdings Trainer, „und ich werde erst kurzfristig sehen, ob ich sie einsetzen kann“. Das gilt dann auch für die Sonntags-Partie gegen Miesbach. Dem Oberliga-Absteiger war nach tollem Saisonstart eigentlich zugetraut worden, die Liga zu beherrschen. Doch hat das Team mittlerweile den Nimbus der Unbesiegbarkeit verloren und musste Platz eins mittlerweile an den VER Selb abgeben. Chancenlos sieht Sternkopf sein Team nicht, „und außerdem wollen wir an unserem Ziel festhalten, dass wir drei Punkte pro Wochenende holen“. Sollte das klappen, könnten zumindest die TSV-Offiziellen das Rechnen einstellen. |