Ein hartes Stück Arbeit wartet auf die Gladiators an diesem Wochenende mit dem ERC Sonthofen und dem EV Regensburg Von der Dramaturgie her könnte es gar nicht interessanter sein, wenngleich dem einen oder anderen Erdinger Verantwortlichen etwas weniger Spannung durchaus recht gewesen wäre. Der Spielplan will es nämlich so, dass die Gladiators in den letzten vier Spielen je zweimal auf zwei direkte Konkurrenten um Platz acht treffen, nämlich Sonthofen und Regensburg.
An diesem Wochenende werden erst einmal die ausgefallenen Begegnungen nachgeholt. Da erwarten die Sternkopf-Schützlinge heute Abend (20 Uhr) den ERC Sonthofen. Am Sonntag (18 Uhr) gastiert der TSV beim EV Regensburg. Am letzten Punktspiel-Wochenende kommt dann zunächst Regensburg (5.2.), ehe es zum Abschluss nach Sonthofen geht (7.2.). Erding steht als Tabellendritter derzeit bei 51 Punkten, Sonthofen hat als Achter 45 und Regensburg als Neunter 43 Zähler. Diese drei Clubs müssen noch jeweils viermal antreten, so dass noch alles möglich ist. Ein wenig ärgert man sich im Erding Lager noch immer über die damalige Spielabsage. Sonthofen steckte im November massiv in der Krise und hatte einige verletzte Leistungsträger, wie den bärenstarken Torwart Thomas Zellhuber. Vor der Partie in Erding meldeten sich noch einige weitere Spieler krank, und weil der Bayerische Eissportverband die nachgereichten ärztlichen Atteste akzeptierte, wurde die Partie neu angesetzt. Prompt haben sich die Allgäuer zum 1. Dezember verstärkt und eine tolle Aufholjagd hingelegt. Von den letzten zehn Spielen hat der ERC acht gewonnen, eins nach Penaltyschießen verloren und nur eins in der regulären Spielzeit. Die besten Scorer im Team sind Patrick Bernier (48 Punkte), Zdenek Cech jun. (37), Nikolai Varianov jun. (35) und Pavel Vit (35). Von Kaufbeuren wurde Marc Sill zurückgeholt, der in zwölf Spielen bislang auf 20 Punkte kam. „Die Partie gegen Sonthofen ist für mich ein absolutes Endspiel“, sagt TSV-Pressesprecher Michael Schneider, der natürlich auf einen ähnlich großen Zuschauerzuspruch hofft, wie zuletzt. Rudi Sternkopf relativiert diese Aussage etwas. „Ein Endspiel ist das letzte Spiel, in dem es um alles geht“, sagt Erdings Trainer. „Selbst wenn wir verlieren sollten, haben wir noch drei weitere Chancen.“ Aber natürlich will sein Team bereits heute versuchen, den Sack zuzumachen, „weil es sonst immer schwieriger wird“. |